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Written on: 09.10.2016 11:43  by Manuel Bregy, Spieler Senioren

SCW (Senioren) - NK Tomislavgrad Bern 6:5 (1:2)

Freitag, 07.10.2016
In einer Wahnsinnspartie gewinnen die Clubältesten das Länderspiel gegen Tomislavgrad mit 6 zu 5. Notabene nach einem 1 zu 5 Rückstand nach 60 gespielten Minuten (Seniorenspiele dauern "nur" 80min., da wir im Minimum 10min. mehr Zeit benötigen, um Bier zu trinken...) Rollen wir aber das Geschehene von Anfang an auf. Jean-Pierre Schori, unsere Antwort auf Trainerlegenden wie Kurt Feuz oder Sir Alex Ferguson, diktierte uns für das letzte Spiel eine neue, geniale Taktik auf. Wir anno 1954 agierten wir mit einer 3er-Kette und Libero. Diese Umstellung und Neuausrichtung konnte das Team jedoch nur mit mässigem Erfolg umsetzen. Wie kleine Schulbuben wurden wir mal für mal überspielt und die Bern-Kroaten kamen dank ihrem starken Umschaltspiel im Minutentakt zu Grosschancen. Xändu "Neuer" im Tor verhinderte aber in gewohnt sicherer Manier Schlimmeres, so dass wir immer im Spiel blieben. Trotzdem lagen wir schnell mit 0 zu 1 im Hintertreffen. Erste Torannäherungen gab es beim Heimteam mittels Penalty, welcher vom Trainer der 1. Mannschaft kläglich verschossen wurde. Nach dreissig Zeigerumdrehungen schaltete der Gast auf 0 zu 2. Könnte ein bitterer Abend werden, dachte sich wohl so mancher Seni zu diesem Zeitpunkt... Langsam aber sicher (nume nid Zgsprängt) erwachten unsere Offensivbemühungen. Doch weder Simu Minder noch Böru konnten den gegnerischen Schlussmann bezwingen. Quasi mit dem Halbzeitpfiff des Unparteriischen, gelang Sturmtank Böru der Anschlusstreffer. Suberi Büetz! Nur noch 1 zu 2 aus Sicht des Heimteams. Da nur 18 Spieler auf das Matchblatt dürfen, konnte Coach Hänu seine 11 Versager (ausgenommen Alex), nicht allesamt auswechseln. Daher ergab sich also die Chance auf Wiedergutmachung. Mit dem Anpfiff für die zweiten 40min. erhöhte der Gast auf 1 zu 3. Anschliessend brach unser Kollektiv in Einzelteile zusammen und wir wurden phasenweise vorgeführt. Zwei Tore und zwanig Minuten später, führten die Gäste schier uneinholbar mit 5 zu 1. Auweia! Wie aus dem Nichts resultierte durch ein Anstaubertor der zweite Treffer für Gelb-Blau. Geht da noch was? Wie aufgedreht und ausgewechselt powerte die SCW-Armada nun auf's gegnerische Gehäuse. Nach Toren von Ödu alias Michi Frey und Abdel, betrug der Rückstand nur noch eine Einheit. Nach einer kurzen, und natürlich in unzähligen Trainingseinheiten geübten, Eckballvariante kurvte Bregy mit dem Ball durch die Gästeabwehr und drosch das Leder anschliessend in die Maschen zum Ausgleich. Unglaublich! Geil! Fünf zu fünf! Und weil wir Senioren es einfach können, traf erneut Abdel mit dem Schlusspfiff zum umjubelten Siegestreffer. Was für Emotionen und dies bei einem Seniorenspiel. Unbezahlbar! Der Sieg wurde im Clubhaus (oder wahlweise in der Garderobe) bei Bier und Snacks begossen. Das Spiel Ungarn-Schweiz mochte niemand so richtig interessieren, wir können es ja sowieso besser... Interessant war es zu beobachten, wie die Kroaten von Tomislavgrad ein Schweizer Tor mehr bejubelten als wir. Merci Vlado Petkovic! Und ein grosses Kompliment an die Gäste, unsere Clubkasse wird sich ob deren Bierkonsum erfreuen. So muss Seniorenfussball sein, tolle
Bilder nach dem Spiel! Hut ab Tomislavgrad! Gegen Mitternacht dislozierten die letzten Senis zu einer Jassrunde ins gemütliche Stübli von Starttrainer Hänu. Auch dort gewannen am Ende die Richtigen... Wir verabschieden uns nun in die Winterpause und werden in der Halle unseren Zauberfussball zelebrieren. Schliesslich wollen wir in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen! Ach, wie schön ist es ein Seni zu sein... Vamos SCW!