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Written on: 11.11.2016 10:40  by Manuel Bregy, Trainer 1. Mannschaft

FC Zollikofen (3.) - SCW (U19) 3:2 (1:0)

Donnerstag, 10.11.2016
Das zweite Testspiel der "U19-Auswahl" stand heute Donnerstagabend auf dem Programm. Gegner war Drittligist Zollikofen. Gegenüber dem Goldstern-Spiel starteten wir nochmals verjüngt und zahlten vor allem in den ersten 45min. viel, sehr viel Lehrgeld. Im Prinzip spielte und agierte nur Zollikofen. Zwar zeigten die sich keineswegs souverän oder wie ein starker Drittligist, doch die Drehzahl der Teyssier-Elf reichte allemal, unsere bunt zusammengestellte Truppe von A bis Z zu dominieren. Mit Ausnahme von einem Fabi-Knaller aus der zweiten Reihe nach knappen fünf Minuten Spielzeit und, nach einem kapitalen Fehler eines Innenverteidigers der Gastgeber, einem Flachschuss von Cla von der Strafraumgrenze, kam von den jungen Gelb-Blauen gar nichts. Jedes Zuspiel landete beim aggressiv agierenden Gegner und wir liessen jegliche Präzision im Passspiel vermissen. Kaum drei Pässe in Folge brachten wir im Aufbauspiel zu Stande, die Juniorentruppe war mit dem Tempo und der Härte heillos überfordert. Auch wurde die Taktik nicht eingehalten, zu wenig kompakt zwischen den drei Reihen (Abwehr, Mittelfeld und Sturm) geschoben und absolut kopflos gespielt. Nach der teilweise wirklich starken Leistung gegen die gleichaltrigen (wohl sogar älteren) A-Junioren von Goldstern letzten Sonntag, kamen so manche an ihre Limiten resp. erlebten das blaue Wunder des Aktivfussballs. Trotzdem stand es zur Pause auf dem Kunstrasen Geisshubel in Zollikofen bloss 0 zu 1 aus der Sicht des SCW. Ruben sei Dank und vor allem auch, dass Zollikofen den vielen Ballbesitz und freien Raum kaum in Torszenen ummünzen konnte. Zwar dominierte das Heimteam klar, erarbeitete sich aber selten Zählbares. Auf den letzten Metern fehlte es dem Drittligisten an Ideen und Qualität. Im zweiten Umgang wurde bei beiden Teams fleissig durchgewechselt. Zollikofen merkte man einen kleinen aber feinen Leistungsabfall an. Von diesem konnte Cla Hänggi zweimal profitieren und komplett aus dem Nichts die Gäste, gegen den Spielverlauf, in Front bringen. Beim 1 zu 1 lobte Cla den Ball herrlich über den zu weit aufgerückten Schlussmann, kurze Zeit später, beim Führungstreffer, profitierte unserer Teamältester von einem erneuten Missverständnis der Heimabwehr. Das Spiel wurde durch diese zwei Treffer und dank der aufblitzenden, individuellen Klasse von Cla, auf den Kopf gestellt. Zollikofen war in dieser Spielphase, 55min. bis 65. min, ratlos und ein wenig geschockt. Beinahe hätte Ukë, nach Vorarbeit von Dauerläufer Cla, auf 3 zu 1 für unsere Farben gestellt. Hier fehlte unserem jungen Doppeladler jedoch die Entschlossenheit und Robustheit, sich im Eins-gegen-Eins vor dem leeren Tor durchzusetzen. Auch ein Jordi-Freistoss, aus vielversprechender Position an der rechten Strafraumecke, blieb harmlos. Der Ball fliegt nun wohl irgendwo in der Milchstrasse umher... Unser junger Spielführer war, zu seiner Verteidigung, aber auch heute wieder ein Aktivposten und bester Mann auf dem Platz. Nach und nach fand Zollikofen wieder ins Spiel und glich, nach einer schönen Ballstafette über die Aussenbahn, zum 2 zu 2 aus. Dieser Ausgleich rückte die Kräfteverhältnisse wieder ein wenig zurecht. Die Anzeigetafel gab zu diesem Zeitpunkt des Ausgleichs noch knappe 20min. zu spielen wieder. Im Anschluss wehrte sich die Juniorenauswahl des SCW mit allen Händen und Füssen, kämpfte und lief bis zum Umfallen. Diese Tugenden machten Freude. Doch viel zu limitiert und ideenlos gab man sich im Spiel mit dem Ball, der Ballführende konnte kaum die Kugel mit dem ersten oder zweiten Kontakt weiterleiten. Die geforderte Qualität ging uns während der gesamten Spielzeit völlig abhanden (mit ein paar Ausnahmen.) Die letzten Minuten wurden zur Zitterpartie. Auch Zollikofen mochte in Halbzeit zwei nicht mehr so zu gefallen, doch bei uns wurde nun jeder Ball konzeptlos in den Abendhimmel gedroschen. In der 93min., mit dem letzten Angriff über den linken FCZ-Flügel, fand eben dessen flache Rückgabe auf den Elfmeterpunkt einen Abnehmer, dieser sendete den Ball schnörkellos in die Maschen. 2 zu 3 Niederlage. Und noch viel, viel zu lernen...